Wien (OTS/SK) - Heute hat der Verkehrsausschuss seinen Standpunkt zur Richtlinie über den kombinierten Verkehr zur Abstimmung gebracht. Karoline Graswander-Hainz, verkehrspolitische Sprecherin der SPÖ im Europaparlament, weist auf die zentrale Bedeutung des Gesetzesvorschlags für Österreich hin: „Über den Brenner läuft einer der zentralen Güterkorridore Europas. Trotz unzähliger Absichtserklärungen schaffen wir es nicht, den Anteil der Schiene am Gütertransport auszubauen. Was das für die betroffene Bevölkerung im Alltag bedeutet, davon können die Tirolerinnen und Tiroler ein Lied singen. Millionen LKWs donnern jährlich durchs Inntal, das hat negative Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebensqualität.“

In der Überarbeitung der Richtlinie über den kombinierten Verkehr sieht die SPÖ-Europaabgeordnete wichtige Anreize für die Verlagerung von der Straße auf ökologischere Verkehrsträger: „Lange Distanzen sollen auf der Schiene oder am Schiff und dafür nur noch kurze Strecken - der sogenannte Vor- und Nachlauf - auf der Straße transportiert werden. Im ursprünglichen Vorschlag wären wieder weite Distanzen auf der Straße möglich gewesen, das Europarlament hat mit einer Begrenzung auf maximal 150 Kilometer aber klar Stellung für ambitionierte Verlagerungsziele bezogen. Die Förderungen für den kombinierten Verkehr werden auch nur dann gewährt, wenn der Frächter belegen kann, dass er abgesehen von der Straße, auch ökologische Verkehrsträger beim Gütertransport genutzt hat."

 „Der Güterverkehr auf der Straße ist CO2-Sorgenkind Nummer 1. Damit eine nachhaltige Kombination von Straße, Schiene und Binnengewässern aber auch wirklich gelingt, sind die Mitgliedstaaten gefordert massiv in die notwendige Infrastruktur zu investieren. Es ist an der Zeit, dass Europas Güterverkehr endlich umweltfreundlicher, effizienter und sicherer wird“, so Graswander-Hainz abschließend.

 

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