SPÖ-Verkehrssprecherin fordert Passagierrechte im Zeichen des Konsumentenschutzes

 Wien (OTS/SK) - Das Europaparlament verhandelt derzeit über die Neufassung einer Verordnung zu Rechten und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr. Karoline Graswander-Hainz, verkehrspolitische Sprecherin der Europa-SPÖ, sieht im Gesetzesvorschlag der EU-Kommission gute Ansätze: „Richtig umgesetzt hat die Passagierrechte-Verordnung das Potential zum echten Gewinn für BahnfahrerInnen in Europa zu werden. Fahrgäste haben das Recht auf umfassende Information, anständige Entschädigung und simplen Ticketkauf.“

 Heute werden im zuständigen Verkehrsausschuss die eingelangten Änderungsanträge diskutiert. Für Graswander-Hainz müssen bei der Überarbeitung die Rechte der KonsumentInnen an erster Stelle stehen: „Die Verpflichtung zur Mitnahme von Fahrrädern ist ein direkt spürbarer Mehrwert für die Fahrgäste und gleichzeitig ein Signal für mehr Nachhaltigkeit durch die Verknüpfung von Bahn und Rad.“ Die geplante Einführung einer sog. „force majeure“-Klausel ist der Tiroler SPÖ-Abgeordnete allerdings ein Dorn im Auge: „Warum KonsumentInnen beispielsweise bei Wetterereignissen jeden Anspruch auf Kompensation verlieren sollen, erschließt sich mir nicht. So entlassen wir die Transportunternehmen einfach aus ihrer Verantwortung, während Fahrgäste in Fällen höherer Gewalt das gesamte Risiko alleine tragen.“ Besonders setzt sich die sozialdemokratische Abgeordnete für Barrierefreiheit bei Bahnreisen ein: „An großen Verkehrsknotenpunkten wollen wir umsetzen, dass die Mitnahme aller Passagiere ohne Vorlauffrist möglich ist. Das braucht Infrastruktur und geschultes Personal“, fordert Graswander-Hainz und betont abschließend: „Wenn wir die Rechte von Passagieren stärken wollen, müssen wir die Anliegen von Fahrgästen mit Beeinträchtigung ständig mitdenken.“