Datenschutz, Netzneutralität und KonsumentInnenrechte als wichtigste Bausteine
 
Wien (OTS/SK) „Das EU-Parlament hat heute als erste europäische Institution ihre digitale Handelsstrategie mit großer Mehrheit beschlossen. Damit legen wir den Grundstein, wie der digitale Handel in Zukunft aussehen muss. Klar ist, dass die digitale Revolution den Handel massiv verändert. Die Politik hat es aber in der Hand, diesen Wandel zu gestalten und sich nicht davon überrollen zu lassen“, sagt Karoline Graswander-Hainz, die handelspolitische Sprecherin der Europa-SPÖ und Berichterstatterin für die digitale Handelsstrategie und ergänzt: "Die digitalen Rechte sowie der Schutz der europäischen KonsumentInnen müssen gestärkt werden. Die Netzneutralität und unsere hohen europäischen Datenschutzstandards müssen gewahrt und weltweit durchgesetzt werden."
 
"Im digitalen Handel stecken große Chancen für die europäische Wirtschaft, vor allem für viele kleine und mittlere Unternehmen. Doch viele Staaten üben sich unter dem Vorwand des Datenschutzes in Protektionismus, so zum Beispiel bei der gezwungenen Datenspeicherung. Daher müssen wir regulierend eingreifen und ungerechtfertigte Handelsbarrieren abbauen. Deshalb freue ich mich sehr, dass das EU-Parlament nun einmal mehr eine Vorreiterrolle einnimmt und so Standards für die Zukunft setzt.“
 
„Neben dem Schutz der KonsumentInnen und dem Datenschutz geht es uns auch um faire und nachhaltige Entwicklung. Der Zugang zur Internetökonomie muss allen offenstehen und darf nicht zu einer neuen Spaltung zwischen Reich und Arm oder Nord und Süd führen. Den heutigen Beschluss sehe ich als einen wichtigen Schritt, um der Idee eines regulierten digitalen Handels im Interesse der BürgerInnen näher zu kommen“, schließt Karoline Graswander-Hainz.