Aussprache mit EU-Kommission zu weiteren Flugstreichungen

 Wien (OTS/SK) - "Das Chaos bei Ryanair hört nicht auf. In den nächsten Monaten wird Ryanair wieder massenhaft Flüge streichen und ruiniert die Reisepläne von mehr als 700.000 Passagieren. Während Reisende mit der EU-Fluggastrechte-Verordnung zwar verlässlich abgesichert sind, höhlt die Billig-Airline diesen Schutz aus. Gleichzeitig bedeutet die Streichung für das Bordpersonal massive Einkommensverluste, denn gemäß dem Geschäftsmodell der Billigst-Airlines gibt es auch kein Geld, wenn die Flugzeuge am Boden bleiben", kritisiert Karoline Graswander-Hainz, verkehrspolitische Sprecherin der SPÖ-EU-Abgeordneten.

Neben einer Rückerstattung des Flugpreises oder einer Umbuchung, haben Fluggäste auch Anspruch auf die Erstattung von Hotel- oder Transferkosten und Entschädigungen. "Es ist unerhört, dass Ryanair die eigenen Passagiere nicht über ihre Rechte informiert. Die EU-Kommission muss jetzt sicherstellen, dass die aktuelle Fluggastrechte-Verordnung eingehalten wird. Kommission und Mitgliedstaaten sollten zukünftig gemeinsam gegen die Methoden der Ultra-Billigflieger vorgehen und Sicherheit, Verlässlichkeit und gute Arbeitsbedingungen im europäischen Luftverkehr sicherstellen. Ryanair darf sich hier nicht so einfach abputzen und muss seine KundInnen für diese Ausfälle entschädigen", so Graswander-Hainz und ergänzt: "Es zeigt sich deutlich, dass das aggressive Geschäftsmodell der Billig-Airline nicht mehr funktioniert. Von Problemen bei der Urlaubsplanung – wie von Ryanair behauptet – kann keine Rede sein:
Die Belegschaft und die PilotInnen haben genug von Null-Stunden Verträgen und prekärster Anstellung.
Es ist höchste Zeit für eine Kursänderung bei Ryanair!"